Grauer Star (Katarakt)

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Der Graue Star (Katarakt) ist eine Erkrankung, bei der sich die Augenlinse zunehmend eintrübt und Patienten „wie durch milchiges Glas“ sehen. Das Sehvermögen nimmt immer weiter ab. Patienten sehen Schleier und Doppelbilder. Es kann zudem sein, dass sie Kontraste weniger klar erkennen und dadurch das Sehen in der Dunkelheit erschwert ist. Die Augen können auch empfindlicher sein, wenn sie geblendet werden, die Hell-Dunkel-Anpassung und das räumliche Sehen können sich verschlechtern. Das Sehen strengt Patienten an und kann dann auch zu Kopfschmerzen führen. Die Symptome können vielfältig sein und die Lebensqualität von Betroffenen stark einschränken. Ihre Ausprägung ist vom Stadium der Erkrankung abhängig.

Wer ist vom Grauen Star betroffen?

Der Graue Star gilt als Alterserkrankung, von der mehrheitlich Patienten ab dem 60. Lebensjahr betroffen sind. Sie kann jedoch auch bei Neugeborenen, Diabetikern, nach Augenprellungen oder bei langanhaltenden Kortison-Behandlungen auftreten. Im Laufe des Lebens verändert sich die Proteinstruktur der Linse im Auge und sie wird dadurch trüber. 50% der 50-65 jährigen haben bereits eine Linsentrübung. Eine Katarakt kann aber auch in früheren Jahren vorkommen oder angeboren sein. Auch äußere Einflüsse wie ein Trauma, intensive Sonnenstrahlung, Chemikalien, Veränderungen im Stoffwechsel (also systematische Krankheiten wie z.B. Diabetes) und Medikamenteneinnahme (z.B. Cortison) können zu einer Kataraktentwicklung führen.

Katarakt im Alter:

Katarakt ist im höheren Alter der häufigste Grund für eine Sehminderung. Eine Linsentrübung kann aber auch andere Symptome verursachen. Kataraktpatienten leiden häufig unter einer erhöhten Blendungsempfindlichkeit. Bei starkem Sonnenlicht oder beim nächtlichen Autofahren kann dies den Patienten massiv einschränken. Vor allem Katarakte, bei denen die Trübung am Rand der Linse zu finden ist, führen häufig zu einer erhöhten Blendungsempfindlichkeit.

Bei Kernkatarakten trübt und verdickt sich der Kern der Linse, wodurch es zu einer fortschreitenden Kurzsichtigkeit kommen kann. Dies kann sogar kurzzeitig zu einer Verbesserung des Sehens in der Nähe führen, langfristig wird sich jedoch die Sehschärfe in Ferne und Nähe verschlechtern.

Es gibt mehrere Arten von Katarakten. Die häufigsten Formen sind:

Subkapsuläre Katarakt: Bei dieser Art der Katarakt ist das Kapselzentrum hinter der Linse betroffen. In diesen Fällen kommt es zu einer raschen Minderung der Sehkraft, vor allem in der Nähe.

Kortikale Katarakt: Hier kommt es zuerst zu einer Trübung am Rand der Linse, wobei die Sehmitte lange Zeit ausgespart bleiben kann und es nur langsam zu einer Minderung der Sehkraft kommt.

Nukleäre Katarakt (Kernkatarakt): Hier kommt es zu einer Trübung im Kern der Linse.

Ist eine Katarakt Operation geplant, wird erst die Sehstärke bestimmt sowie eine Längenbestimmung des Augapfels durchgeführt (Biometrie). Diese Messung dient der Berechnung der Kunstlinse, die eingesetzt werden soll. Nach dieser Messung, werden die Pupillen mit Augentropfen erweitert und untersucht.

Wann wird eine Katarakt behandelt?

Das Ziel der Katarakt-Behandlung ist die Erhöhung der Sehfähigkeit sowie die Vermeidung von Langzeitschäden bei fortgeschrittenen Katarakten. Die Entscheidung zur OP wird heutzutage vor allem bezüglich der Lebensqualität des Patienten getroffen. Manche Patienten fühlen sich schon durch Linsentrübungen im Anfangsstadium sehr gestört. Bei diesen Katarakten wird eine frühzeitige Operation empfohlen. Da die Linse zu diesem Zeitpunkt noch nicht sehr stark verhärtet ist, ist die Operation auch leichter durchzuführen.

Bei fortgeschrittener Katarakt ist die Linse häufig verhärtet, wodurch sich die Operationszeit verlängern kann. Bei sehr stark fortgeschrittenen Katerakten kann sich sekundär ein Glaukom (erhöhter Augeninnendruck) oder sogar ein Uveitis (ein Reizzustand im Auge) entwickeln. In diesen Fällen ist es sinnvoll, frühzeitig eine Operation durchzuführen um bleibende Schäden am Auge zu verhindern.

Man kann das Fortschreiten der Linsentrübung leider nicht aufhalten. Die einzige Behandlungsmethode ist die Operation. Die getrübte Linse wird aus dem Auge entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt. Hierzu wurden früher bei der Operation größere Schnitte an der Hornhaut gemacht, die man mit einer Naht versorgen musste. Die Patienten hatten oft Beschwerden wie Augenreizungen, Brennen und Schleiersehen. Inzwischen sind neuere moderne Methoden entwickelt worden. Heute ist die modernste Methode die Phakoemulsifikation, bei der die Linse mittels Ultraschall zerkleinert und danach abgesaugt wird. Als Ersatz für die natürliche Linse wird eine faltbare, künstliche Linse eingesetzt, eine Naht ist nicht notwendig. Die Phakoemulsifikation erfordert keine großen Schnitte am Auge und hat eine sehr geringe Komplikationsrate. Die Sehkraft ist in der Regel schon am ersten Tag nach der Operation erhöht.

Wie kann der Graue Star behandelt werden?

Es gibt heute keine Medikamente oder Brillen, mit denen die Erkrankung behandelbar wäre. Die einzige Behandlungsmöglichkeit des Grauen Star ist eine Operation. Bei Worldeye in Frankfurt dauert der Eingriff mit lokaler Betäubung nur 15 Minuten. Der Eingriff wird unter Lokalanästhesie mit Augentropfen durchgeführt. Da Ihr Auge betäubt ist, werden Sie außer einer Berührung, nichts spüren. In dieser Zeit dürfen Sie Ihren Kopf oder ihr Auge nicht bewegen. Sie können während der OP auch mit ihrem Arzt reden.

Wir arbeiten nach dem sog. Phaco-Verfahren. Bei diesem Eingriff wird die geschädigte Augenlinse des Patienten entfernt und durch eine individuelle neue intraokulare Linse ersetzt. Die Patienten können nach dem Eingriff noch am selben Tag wieder nach Hause. Das operierte Auge muss nur eine Nacht lang geschlossen gehalten werden. Am darauf folgenden Tag findet eine kurze Kontrollbehandlung statt. Daraufhin kann der Patient wieder in seinen geregelten Tagesablauf zurückkehren. Nach der Operation bleiben keine Narben zurück, da das Augengewebe nicht beschädigt wird.

Wie läuft die OP ab?

  • Die Operation findet nicht unter Vollnarkose statt. Sie können also währenddessen auch mit ihrem Arzt reden. Falls Sie also ihrem Arzt während des Eingriffs etwas sagen möchten, können Sie dies tun.
  • Dadurch, dass die Linse mittels Ultraschall bereits im Auge zerkleinert und abgesaugt wird, ist nur ein kleiner Schnitt am Hornhautrand notwendig. Deshalb ist es nicht notwendig eine Naht zu legen, die als sehr störend empfunden werden könnte. Ihre Sehkraft wird in der Regel schon am nächsten Tag verbessert sein.
  • Sie sollten während der OP Ihren Kopf und Ihre Augen für eine kurze Zeit stillhalten.
  • Das operierte Auge bekommt einen Verband für die Nacht. Am nächsten Tag kommen Sie zur Kontrolle in unsere Praxis und der Augenverband wird abgenommen.

Kann es nach einer grauen Star Operation zu einer erneuten Katarakt kommen?

Da die getrübte Linse komplett aus dem Auge entfernt wird, kann es nicht mehr zu einer erneuten Linsentrübung kommen. Die Linsenkapsel bleibt jedoch erhalten, da diese als Haltevorrichtung für die Kunstlinse dient. Diese Kapsel kann sich im Laufe der Zeit auch trüben und es kommt zu einer erneuten Minderung der Sehkraft. Man spricht dann vom so genannten „Nachstar“. Ein erneuter operativer Eingriff ist in so einem Fall nicht notwendig. Die Behandlung wird mit einem Laser (YAG-Laser) durchgeführt, der auch in unserem Hause vorhanden ist, und dauert etwa 5 Minuten.

Welche Linsen setzen wir ein?

Für eine lebenslange klare Sicht ist die Linsenqualität äußerst wichtig. Bei Worldeye in Frankfurt setzen wir Linsen ein, die von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) zertifiziert sind. Es ist damit sichergestellt, dass die Linsen sowohl die hohen Ansprüche für die operative Qualität, als auch für eine klare Sicht erfüllen. Dabei ist mit einer monofokalen Linse die Korrektur einer bestehenden Fehlsichtigkeit nur eingeschränkt möglich. Die multifokalen Linsen ermöglichen eine Unabhängigkeit von der Brille sowohl in der Nähe als auch in der Ferne.

FDA-zertifizierte Linsen bieten:

  • Lebenslange Sicht
  • Qualitative Sicht dank der hohen Farbwahrnehmung und Kontrast-Sensibilität
  • Netzhautschutz dank UV-Filter (optional)

Worauf man vor und nach der Operation achten sollte:

  • Aspirin oder ähnliche Medikamenten müssen 3 Tage vor der Operation abgesetzt werden.
  • Am OP-Tag darf gefrühstückt werden, jedoch sollte es eher ein leichtes, nicht allzu üppiges Frühstück sein.
  • Medikamente, die für Diabetes, hohen Blutdruck, Asthma und andere systematische Erkrankungen eingenommen werden, müssen weiterhin eingenommen werden. Eine eventuelle Therapie mit Insulin sollte wie gewohnt weitergeführt werden. Es wäre von Vorteil, wenn Sie Ihre Medikamente am OP-Tag bei sich haben.
  • Am OP Tag muss das Gesicht gründlich gewaschen werden, Sie sollten sich nicht schminken, Lotionen oder Parfüm verwenden.
  • Während der Operation tragen Sie sterile OP-Kleidung über Ihrer eigenen Kleidung.
  • Nach der OP dürfen Sie wieder nach Hause. Ihr Arzt wird Sie innerhalb den kommenden 36 Stunden zur Kontrolle wieder einbestellen. Sie sollten in Begleitung nach Hause gehen und dürfen nach dem Eingriff nicht gleich wieder Auto fahren.

Wie wendet man die Augentropfen richtig an?

  • Vor dem Eintropfen müssen die Hände gründlich gewaschen werden.
  • Falls Ihnen Ihr Arzt nach der OP zwei verschiedene Augentropfen verschrieben hat, sollten diese nicht zeitgleich getropft werde, sondern es sollte ein zeitlicher Abstand von etwa 15 min eingehalten werden.
  • Zum Tropfen schauen Sie nach oben und geben einen Tropfen in den Bindehautsack des betroffenen Auges. Die Spitze der Flasche sollte nicht ihr Auge berühren.
  • Die Tropfen müssen nur tagsüber getropft werden, in der Nacht brauchen Sie nicht weitertropfen.
  • In der Regel werden die Tropfen etwa 4 Wochen lang angewendet. Dies kann jedoch von Fall zu Fall variieren.

Patienten, bei denen die durchzuführenden Voruntersuchungen und Tests ergeben, dass der Zustand ihrer Augen für eine Operation geeignet ist, können sich einer Laserbehandlung oder einer Linsenoperation unterziehen.

Sie möchten einen Termin vereinbaren? Dann können Sie dies online machen oder uns in den Praxiszeiten Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 18:00 Uhr unter 069 6050400 anrufen.